Das politische Tableau für die Augsburger Stadtratswahl 2026 steht fest – zumindest was die neuen Bewerber angeht. Wie das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) heute bekannt gab, wird die Partei nicht zur Wahl zugelassen. Das Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen 470 Unterstützerunterschriften zu sammeln, wurde deutlich verfehlt.
Für Parteien, die erstmals oder nach längerer Zeit wieder zur Wahl antreten, sieht das bayerische Kommunalwahlrecht eine hohe Hürde vor: Um „Scheinkandidaturen“ zu verhindern, müssen Bürger persönlich in den Bürgerbüros der Stadt unterschreiben. Das BSW lag zuletzt weit hinter den Erwartungen zurück, was auch die WerteUnion betrifft – diese hatte bereits in der Vorwoche eingeräumt, das Quorum nicht mehr erreichen zu können.
Einen Grund zur Freude gibt es hingegen bei der paneuropäischen Partei Volt. Ihr gelang es als einziger der „neuen“ Kräfte, die Marke von 470 Unterschriften zu knacken. Volt wird somit auf dem amtlichen Stimmzettel vertreten sein und um Mandate im Augsburger Rathaus kämpfen.
Die Frist für das Verfahren endet am heutigen Montag, den 19. Januar 2026, um Punkt 12:00 Uhr. Da die Auszählung der Listen in den Bürgerbüros nun finalisiert wird, ist die Liste der zugelassenen Parteien damit offiziell bereinigt. Für das BSW bedeutet das Scheitern in Augsburg einen herben Dämpfer für den Aufbau ihrer kommunalen Strukturen in Schwaben.