Bei Kuka in Augsburg fallen offenbar mehr Stellen weg als geplant

15. November 2025 , 07:56 Uhr

Der Augsburger Roboter- und Anlagenbauer Kuka wird am Stammsitz in den kommenden Jahren deutlich mehr Arbeitsplätze streichen als ursprünglich angekündigt. Die Zahl der wegfallenden Stellen erhöht sich von 400 auf 560 Vollzeitstellen, begründet durch eine schwächere globale Nachfrage und harten Preisdruck im Robotik-Geschäft.

Beim Augsburger Roboter- und Anlagenbauer Kuka fallen deutlich mehr Arbeitsplätze weg als ursprünglich angekündigt. Statt der geplanten 400 Stellen werden am Hauptsitz in Augsburg laut Medienberichten insgesamt 560 Jobs gestrichen.

Als Hauptursachen für die deutliche Verschärfung der Restrukturierung nennt Kuka eine merklich schwächere weltweite Nachfrage, harten Preisdruck sowie fehlende Aufträge im margenschwachen Robotik-Geschäft. Nach Unternehmensangaben liegen die Auftragseingänge in der Robotersparte über 100 Millionen Euro unter den Erwartungen. Die Sparte schreibe infolge dessen leicht rote Zahlen. Besonders die aggressive Preispolitik asiatischer Anbieter sorge für starken Konkurrenzdruck.

Investitionen und Standort-Fokus

Trotz der massiven Einschnitte plant Kuka, in den Standort Augsburg zu investieren – bis zu 110 Millionen Euro sind unter anderem für die Bereiche Software, Digitalisierung und Logistik vorgesehen. Dazu laufen derzeit Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall. Ein Teil der Arbeit soll im Zuge dessen nach Ungarn verlagert werden, wo Kuka bereits rund 1500 Beschäftigte hat. Die Produktion mittlerer und großer Industrieroboter soll jedoch weiterhin am Traditionsstandort Augsburg verbleiben.

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