Beim Augsburger Roboter- und Anlagenbauer Kuka fallen deutlich mehr Arbeitsplätze weg als ursprünglich angekündigt. Statt der geplanten 400 Stellen werden am Hauptsitz in Augsburg laut Medienberichten insgesamt 560 Jobs gestrichen.
Als Hauptursachen für die deutliche Verschärfung der Restrukturierung nennt Kuka eine merklich schwächere weltweite Nachfrage, harten Preisdruck sowie fehlende Aufträge im margenschwachen Robotik-Geschäft. Nach Unternehmensangaben liegen die Auftragseingänge in der Robotersparte über 100 Millionen Euro unter den Erwartungen. Die Sparte schreibe infolge dessen leicht rote Zahlen. Besonders die aggressive Preispolitik asiatischer Anbieter sorge für starken Konkurrenzdruck.
Investitionen und Standort-Fokus
Trotz der massiven Einschnitte plant Kuka, in den Standort Augsburg zu investieren – bis zu 110 Millionen Euro sind unter anderem für die Bereiche Software, Digitalisierung und Logistik vorgesehen. Dazu laufen derzeit Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall. Ein Teil der Arbeit soll im Zuge dessen nach Ungarn verlagert werden, wo Kuka bereits rund 1500 Beschäftigte hat. Die Produktion mittlerer und großer Industrieroboter soll jedoch weiterhin am Traditionsstandort Augsburg verbleiben.