Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte nicht nur illegal eine zweite Ehe führte, sondern seine Ehefrau über einen langen Zeitraum massiv beleidigt, bedroht und körperlich verletzt hatte. Besonders schwer wogen im Prozess die Geständnisse zu den grausamen Erziehungsmethoden gegenüber seinem eigenen Sohn. Der Mann gab zu, das Kind bereits im jungen Alter stundenlang ohne Nahrung und Wasser eingesperrt sowie ihn mit Geschirr beworfen und mit einem Stock geschlagen zu haben.
Trotz der Schwere der Taten und der psychischen Folgen für die Opfer entschied sich das Gericht für eine Bewährungsstrafe, die durch 80 Stunden gemeinnützige Arbeit ergänzt wird. Als Begründung für das Strafmaß floss unter anderem das umfassende Geständnis des Mannes in die Urteilsfindung ein, das den Opfern eine belastende Aussage ersparte.
Während der Bewährungszeit steht der Verurteilte nun unter strenger Aufsicht und muss nachweisen, dass er keine weiteren Straftaten begeht. Das Urteil löste im Gerichtssaal aufgrund der dokumentierten Brutalität gegen das Kind bei Beobachtern deutliche Betroffenheit aus.