Gegen Hass und Gewalt: Stadt Augsburg veröffentlicht Aktionsplan

22. Januar 2026 , 07:18 Uhr

Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Augsburg nimmt zu – egal ob von links, rechts oder aus religiöser Ideologie. Mit einer Doppelstrategie aus einem neuen „Aktionsplan Antisemitismus“ und der Ausweitung des Erfolgsprojekts „Communities That Care“ setzt die Stadtverwaltung nun ein starkes Zeichen für Prävention und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten in Augsburg steigt. Es betrifft sowohl links- als auch rechtsextremistische Straftaten sowie religiöse Ideologie. Die Stadt Augsburg will jetzt mit einem neu erarbeiteten Anti-Extremismus Plan gegensteuern.

In dieser Woche hat die Stadt ihren Aktionsplan Antisemitismus veröffentlicht, mit dem sie Judenfeindlichkeit vorbeugen will. Der Plan fasst alle städtischen Bildungs- und Präventionsangebote zusammen für Kinder und Erwachsene, Zugewanderte und Geflüchtete. Er listet aber auch alle zivilgesellschaftlichen Akteure auf, die sich für gesellschaftliche Vielfalt und ein vorurteilsfreies und friedliches Miteinander einsetzen.

Die Stadt Augsburg weitet auch ihr Programm „communities that care“ ( „Gemeinschaften, die sich kümmern“) aus. Das Programm, an dem sich Schulen, Ämter oder auch die Polizei beteiligen, will jugendliche Augsburger frühzeitig mit sozialen Kompetenzen ausstatten, so dass die Jugendlichen zwischenmenschliche Probleme gewaltfrei und konstruktiv lösen können. „Communities that care“, ist wissenschaftlich als wirksam erwiesen. Langfristig senken derartige Präventionsprogramme die späteren Kosten, zum Beispiel für die Kriminalitätsbekämpfung. In Augsburg soll vor allem in Schulen das Training erfolgen. Neben den sozialen Kompetenzen sollen auch mediale Kompetenzen im Umgang mit social media gestärkt werden und zum Beispiel eine kritische Bewertung einzelner social media Beiträge erfolgen.  In den vergangenen Jahren hat die Stadt Augsburg das CTC im Wolfram-, Herrenbachviertel und dem Hochfeld umgesetzt.

 

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