Hürdenlauf zur Kommunalwahl: BSW, Volt und Werteunion kämpfen in Augsburg um Unterschriften

13. Januar 2026 , 06:57 Uhr

470 Unterschriften als demokratische Hürde: Während Volt bereits über 300 Stimmen gesammelt hat, hinken BSW und Werteunion noch hinterher. Erfahren Sie, warum das Prozedere in den Augsburger Bürgerbüros in der Kritik steht und wie die Parteien um jede Stimme kämpfen.

Der Countdown für die Augsburger Kommunalwahl 2026 läuft, doch für einige Parteien ist die Teilnahme noch ungewiss. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), Volt und die Werteunion müssen eine gesetzliche Hürde nehmen: Da sie aktuell nicht im Stadtrat vertreten sind, benötigt jede dieser Gruppierungen mindestens 470 Unterstützerunterschriften, um offiziell zur Wahl zugelassen zu werden.

Das Verfahren gestaltet sich jedoch aufwendig. Interessierte Bürger können ihre Stimme nicht einfach am Infostand abgeben, sondern müssen persönlich in einem der sechs Augsburger Bürgerbüros unterschreiben. Seit Montag verstärken die Parteien ihre Präsenz in der Innenstadt, um Passanten für den Gang zum Amt zu motivieren. Die Frist endet bereits am kommenden Montag (19.01.2026).

Der aktuelle Stand der Sammlungen:

Kritik gibt es vor allem an den Rahmenbedingungen. Vertreter der betroffenen Parteien bemängeln, dass das Prozedere die Demokratie behindere. Die Motivation von Passanten, für eine Unterschrift extra den Weg in ein – teils dezentral gelegenes – Bürgerbüro auf sich zu nehmen, sei extrem schwierig. Dennoch hoffen die Organisatoren auf eine Mobilisierungswelle in den letzten Tagen der Frist.

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