Im Prozess um die ermordete Mutter aus Haunstetten hat der Angeklagte bei der jüngsten Sitzung erneut auf nicht schuldig plädiert. Der Freund des Ex-Partners der Getöteten steht unter dem dringenden Verdacht, die Frau in deren Wohnhaus erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Auftragsmord aus, der vom ehemaligen Lebensgefährten initiiert worden sein soll.
In seiner gestrigen Einlassung erklärte der Beschuldigte seine Anwesenheit im Haus der Verstorbenen mit handwerklichen Tätigkeiten, die er dort verrichtet habe. Damit begründete er auch den Fund einer ihm zugeordneten Mütze am Tatort. Eine schlüssige Erklärung dafür, wie die Blutspuren des Opfers auf dieses Kleidungsstück gelangten, konnte der Mann vor Gericht jedoch nicht vorlegen. Die Beweisaufnahme konzentriert sich nun verstärkt auf die forensischen Gutachten und die Glaubwürdigkeit der Schilderungen des Angeklagten, während das Verfahren am Landgericht Augsburg fortgesetzt wird.