Nahverkehr in Augsburg steht still: Bundesweiter Warnstreik legt ÖPNV weitgehend lahm

02. Februar 2026 , 06:50 Uhr

Tarifstreit im Nahverkehr: In Augsburg verkehren am Montag nur vereinzelte Linien, während der Großteil der Flotte in den Depots bleibt. Fahrgäste müssen auf Regionalbusse, Züge oder das kostenlose Sonderangebot der „swabi“-Leihräder ausweichen.

Am Montag wird der öffentliche Nahverkehr in Augsburg durch einen bundesweiten Warnstreik der Gewerkschaft Verdi massiv beeinträchtigt. Laut Angaben der Augsburger Stadtwerke ist der reguläre Fahrbetrieb fast vollständig zum Erliegen gekommen. Von den rund 140 Fahrzeugen, die normalerweise im Einsatz sind, konnten am Morgen lediglich acht Straßenbahnen und sieben Busse ausrücken.

Ein eingeschränkter Betrieb findet primär auf Linien statt, die von privaten Subunternehmern bedient werden oder auf denen nicht streikendes Personal eingesetzt wird:

Hintergrund des Ausstands sind die laufenden Tarifverhandlungen mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden. Verdi fordert neben einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit auch höhere Zuschläge für Nacht-, Schicht- und Wochenendarbeit.

Nicht vom Streik betroffen sind Regionalbusse des AVV, Regionalzüge sowie private Busunternehmen. Da der Schulunterricht regulär stattfindet und kein allgemeiner Anspruch auf Homeoffice besteht, sind Pendler und Schüler auf alternative Transportmittel angewiesen.

Als Unterstützung bieten die Stadtwerke eine Sonderaktion an: „swabi“-Kunden können die Leihräder am heutigen Streiktag mehrmals täglich für jeweils 30 Minuten kostenlos nutzen. Es wird dringend empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Abfahrtszeiten zu informieren.

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