Am Montag wird der öffentliche Nahverkehr in Augsburg durch einen bundesweiten Warnstreik der Gewerkschaft Verdi massiv beeinträchtigt. Laut Angaben der Augsburger Stadtwerke ist der reguläre Fahrbetrieb fast vollständig zum Erliegen gekommen. Von den rund 140 Fahrzeugen, die normalerweise im Einsatz sind, konnten am Morgen lediglich acht Straßenbahnen und sieben Busse ausrücken.
Ein eingeschränkter Betrieb findet primär auf Linien statt, die von privaten Subunternehmern bedient werden oder auf denen nicht streikendes Personal eingesetzt wird:
Busverkehr: Die Linien 21 (Bärenkeller), 24/25 (Haunstetten) und 38 (Göggingen/Inningen/Bergheim) werden sporadisch bedient.
Straßenbahn: Vereinzelte Fahrzeuge verkehren auf der Linie 1 (vier Bahnen), der Linie 2 (drei Bahnen) sowie den Linien 3 und 4 (jeweils eine Bahn).
Hintergrund des Ausstands sind die laufenden Tarifverhandlungen mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden. Verdi fordert neben einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit auch höhere Zuschläge für Nacht-, Schicht- und Wochenendarbeit.
Nicht vom Streik betroffen sind Regionalbusse des AVV, Regionalzüge sowie private Busunternehmen. Da der Schulunterricht regulär stattfindet und kein allgemeiner Anspruch auf Homeoffice besteht, sind Pendler und Schüler auf alternative Transportmittel angewiesen.
Als Unterstützung bieten die Stadtwerke eine Sonderaktion an: „swabi“-Kunden können die Leihräder am heutigen Streiktag mehrmals täglich für jeweils 30 Minuten kostenlos nutzen. Es wird dringend empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Abfahrtszeiten zu informieren.