Augsburger Stadtrat beschließt Glasfassade für Kleines Haus – trotz Mehrkosten

Staatstheater, kleines Haus — © Visualisierung: Architekturbüro HENN
Visualisierung: Architekturbüro HENN

Das Augsburger Staatstheater nimmt einen nächsten Planungsschritt für seine Generalsanierung: Der Stadtrat hat dem Entwurf des neuen Architekturbüros Henn für eine Glasfassade am Kleinen Haus zugestimmt.

Kostenverlagerung durch Putzfassade:

Die geplante Glasfassade ist zwar teurer als die ursprünglich von den Vorgängerarchitekten vorgesehene Betonfassade. Die Mehrkosten sollen jedoch durch Einsparungen an der Fassade des Betriebsgebäudes kompensiert werden, die nun in Putz statt in einer teureren Ausführung ausgeführt werden soll.

Die Kosten für den Wechsel des Architekturbüros Henn sowie die damit verbundenen Umplanungen summieren sich auf:

  • Umplanungen: rund 515.000 Euro
  • Architektenwechsel: 1,1 Millionen Euro

Massive Kostensteigerung der Gesamtsanierung:

Unabhängig von diesen aktuellen Umplanungen steht das Gesamtprojekt weiterhin wegen der massiven Kostensteigerungen in der Kritik:

  • Aktuelle Gesamtkosten (Schätzung): Fast 417 Millionen Euro
  • Ursprünglich kalkulierte Baukosten (2016): 186 Millionen Euro

Im Sommer wurde bekannt, dass die Sanierung des Theaters rund 77 Millionen Euro teurer wird als zuletzt geplant. Die Sanierungskosten haben sich somit seit dem Beschluss im Jahr 2016 mehr als verdoppelt.

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von Veronika Götz
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