Freispruch für AfD-Politiker im Prozess um Holocaust-Leugnung
Ein AfD-Politiker aus dem Kreis Dillingen stand am Dienstag wegen mutmaßlicher Volksverhetzung vor dem Augsburger Amtsgericht. Trotz belastender Zeugenaussagen zu Äußerungen auf einem Sommerfest in Königsbrunn endete das Verfahren mit einem Freispruch.

Weil er auf dem Sommerfest in Königsbrunn den Holocaust geleugnet haben soll, musste sich ein AfD Politiker aus Dillinger gestern vor Gericht verantworten. Das Augsburger Amtsgericht hat ihn freigesprochen.
Die Vorwürfe sind hart: Der AfD Politiker soll bestritten haben, dass die Nationalsozialisten mehr als sechs Millionen Juden ermordet haben. Er selbst beteuerte vor Gericht, dass er den Holocaust nie geleugnet habe, drei Zeugen, die mit ihm im Auto saßen waren anderer Meinung. Zweifel gab es auch daran, ob die Aussagen am Nebentisch zu hören waren oder nicht, also ob dadurch der öffentliche Frieden gestört wurde. Am Ende standen für die Richterin zu viele Zweifel und keine Beweise, daher der Freispruch.
Während der Gerichtsverhandlung kam es immer wieder zu Unruhen und Zwischenrufen im Saal.
