Mehr Wasser von Bayerisch-Schwaben nach Nordbayern?
Der Klimawandel und anhaltende Trockenperioden verschärfen die Wasserverteilung in Bayern. Ein massiver Ausbau des Fernwassernetzes soll künftig noch mehr Ressourcen aus der Region Genderkingen in den trockenen Norden des Freistaats leiten.

Schon seit Jahren wird Wasser von uns nach Nordbayern transportiert, da es im Norden Bayerns traditionell wenig Niederschlag gibt. Eine sogenannte „Fernwasserleitung“ transportiert das Wasser von Genderkingen bei Donauwörth, wo der Lech in die Donau mündet, nach Norden. Durch die allgemeine Trockenheit und den Wassermangel diesen Sommer waren diese Fernwasserleitungen mehr als ausgelastet bzw reichten nicht. Zusätzliche Leitungen sollen gebaut werden und bestehende lokale Leitungen auch untereinander verbunden werden, so dass eine Art bayernweites Wasserverteilnetz entsteht.
Insgesamt rund 1.200 Kilometer zusätzliche Leitungen sollen gebaut werden, was wohl über fünf Milliarden Euro kosten wird, so der Bayerische Rundfunk. Den Kampf ums Wasser sehen Experten als eins der gravierendsten Problemfelder der Zukunft.
(Foto: Der Lech im August 2026. Auch in Bayerisch-Schwaben gibt es immer weniger Wasser)
