Protest gegen Giganten: Wallfahrtsort Maria Vesperbild wehrt sich gegen Windpark-Pläne

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Wallfahrtsdirektion Maria Vesperbild

Es ist ein herber Rückschlag für die Wallfahrtsdirektion von Maria Vesperbild im Kampf gegen einen geplanten Windpark. In einem zweiten Anhörungsverfahren haben die Planer die Einwände der Windrad-Kritiker größtenteils verworfen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Windräder in einem Radius von drei Kilometern um Maria Vesperbild weder die Wirkung noch das Erscheinungsbild des Pilgerortes erheblich beeinträchtigen würden. Wallfahrtsdirektor Michael Menzinger sieht das anders.

Wallfahrtsdirektor Michael Menzinger hatte gehofft, dass durch die Aufnahme von Maria Vesperbild in die bayerische Denkmal-Liste ein Großteil der geplanten Windräder nicht gebaut werden könne. Doch diese Hoffnung scheint sich nun zu zerschlagen.

Menzinger kritisiert auch die aktuelle Sichtachsenprüfung des Regionalverbands Donau-Iller. Nach Angaben der Wallfahrtsdirektion seien dabei gravierende Mängel festgestellt worden. Geplant seien Windkraftanlagen mit bis zu 266 Metern Höhe. In der Prüfung seien jedoch nur 250 Meter hohe Anlagen dargestellt worden. Zudem fehle eine Darstellung der Auswirkungen im Sommer und Winter.

Als Zeichen des Protestes haben die Gegner des geplanten Windparks am Sonntag 15 Holz-Windräder direkt vor der Wallfahrtskirche von Maria Vesperbild aufgestellt. Peter Aigster ist der Sprecher der Aktion.

Die Wallfahrtsdirektion von Maria Vesperbild will den Kampf noch nicht aufgeben. Sie besteht auf einen Schutzradius von mindestens 5 Kilometern. Viele Bürger und Pilger fordern sogar 10 Kilometer. Wallfahrtsdirektor Menzinger schließt auch rechtliche Schritte nicht aus.

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von Veronika Götz
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