Rekordwerte bei Wildunfällen: Landkreis Donau-Ries bleibt bayernweiter Schwerpunkt
Die Gefahr auf den Straßen im Landkreis Donau-Ries wächst: Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Wildunfälle erneut drastisch an und liegt damit deutlich über dem Niveau benachbarter Regionen. Besonders besorgniserregend ist die Zunahme der schweren Personenschäden.

Der Landkreis Donau-Ries verfestigt seine Position als trauriger Spitzenreiter in der bayerischen Wildunfall-Statistik. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) unter Berufung auf aktuelle Daten für das Jahr 2025 meldet, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1.300 Wildunfälle registriert. Damit steigen die Zahlen in der Region nicht nur kontinuierlich, sondern auch deutlich stärker als in den umliegenden Landkreisen. Besonders alarmierend: Innerhalb der letzten 15 Jahre hat sich die Anzahl der Kollisionen nahezu verdoppelt.
Die Bilanz des vergangenen Jahres weist zudem eine tragische Komponente auf: Bei den Unfällen wurden sieben Personen verletzt, vier davon schwer. Die Suche nach den genauen Ursachen für diese Entwicklung gestaltet sich schwierig. Experten der Forst- und Jagdwirtschaft weisen darauf hin, dass in einigen Revieren der sogenannte Rehverbiss an jungen Bäumen überdurchschnittlich hoch ist. Dies lässt auf eine sehr hohe Rehpopulation schließen, was wiederum das Risiko für Zusammenstöße im Straßenverkehr erhöht.
Trotz der hohen Gesamtzahl lässt sich das Problem lokal kaum eingrenzen. Laut Angaben der Polizei gibt es im Landkreis keine spezifischen Unfallschwerpunkte; die Kollisionen verteilen sich über das gesamte Straßennetz. Autofahrer in der Region werden daher zu permanenter Wachsamkeit gemahnt, insbesondere in der Dämmerung und in waldreichen Gebieten, da jederzeit mit wechselndem Wild gerechnet werden muss.
