Protest am Königsplatz: Augsburger Kurden warnen vor Islamismus in Syrien
Die Sorge um die Heimat reißt nicht ab: Am Montag versammelten sich erneut kurdische Demonstranten im Augsburger Zentrum. Nach einem großen Protestzug am Samstag richtete sich der Appell nun gezielt an die Politik, dem wachsenden Einfluss islamistischer Milizen in Syrien entgegenzutreten.

Der Augsburger Königsplatz war am Montag (26.01.2026) erneut Schauplatz politischer Proteste. Nachdem bereits am vergangenen Samstag über 700 Menschen durch die Innenstadt gezogen waren, versammelten sich nun erneut rund 30 Demonstranten aus der kurdischen Gemeinde zu einer Mahnwache.
Angst vor islamistischem Einfluss Die Teilnehmer zeigten sich zutiefst besorgt über die aktuelle Entwicklung in ihren Siedlungsgebieten in Nord- und Ostsyrien (Rojava). Im Zentrum der Kritik steht:
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Radikale Milizen: Die Demonstranten befürchten, dass islamistische Gruppen durch die instabile Lage in Syrien massiv an Boden gewinnen und die dortigen demokratischen Strukturen zerstören.
- Bundesweit protestieren Kurden zudem gegen den Vormarsch der syrischen Armee in Nordsyrien.
- Sie machen auf die prekäre Lage in Rojava (Nordost-Syrien) aufmerksam. Unter anderem hungert dort die eingekesselte Bevölkerung.
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Forderung an die Politik: Die Aktivisten fordern von der deutschen und internationalen Politik, den Druck auf die syrische Regierung und deren Verbündete zu erhöhen, um die Zivilbevölkerung vor Vertreibung und Gewalt zu schützen.
Polizeipräsenz zur Absicherung Aufgrund der emotionalen Lage und um mögliche Provokationen von Gegendemonstranten zu verhindern, sicherte die Polizei die Veranstaltung mit einem größeren Aufgebot ab. Rund 20 Einsatzfahrzeuge waren im Bereich des Königsplatzes postiert. Trotz der starken Präsenz verlief die Kundgebung laut offiziellen Angaben friedlich und ohne Zwischenfälle.
Bereits am Samstag hatten die Redner in Augsburg davor gewarnt, dass „die Welt zuschaut“, während ein Modell für Frauenrechte und Demokratie in der Region Gefahr läuft, zerschlagen zu werden.
(Foto: Circa 17 Uhr, kurz vor der Demonstration)
