Vertrauensverlust befürchtet: SPD und Grüne kritisieren Verschiebung der Römerschau
Die politische Auseinandersetzung um Augsburgs kulturelle und medizinische Großprojekte verschärft sich. Nach der Verschiebung der geplanten Römerschau in Augsburg und Kempten werfen SPD und Grüne der CSU mangelnde Verlässlichkeit vor – und sehen nun auch die Finanzierung des Uniklinik-Neubaus in Gefahr.

In der Augsburger Kommunalpolitik sorgt die Verschiebung der mit Spannung erwarteten Römerschau für heftige Debatten. Die Fraktionen von SPD und Grünen äußerten scharfe Kritik an der Entscheidung und nehmen dabei insbesondere die Augsburger sowie die bayerische CSU in die Pflicht. Die Opposition warnt vor einem massiven Glaubwürdigkeitsverlust: Wenn zentrale Zusagen für prestigeträchtige Kulturprojekte in Augsburg und Kempten nicht eingehalten würden, wirke dies auf die Bürger und Partner in der Region zunehmend unzuverlässig.
Die Sorge der Kritiker reicht jedoch über den kulturellen Bereich hinaus. Teile der SPD-Fraktion ziehen Parallelen zu weiteren Großvorhaben und äußern Zweifel an der Planungssicherheit für den Neubau der Augsburger Universitätsklinik. Es bestehe die Befürchtung, dass auch hier die bereits zugesagten Finanzierungsmittel des Freistaats ins Wanken geraten könnten. Die Opposition fordert nun klare Garantien von der Staatsregierung und ein entschlosseneres Eintreten der lokalen CSU für die Interessen der Fuggerstadt, um den Standort Augsburg als Zentrum für Spitzenmedizin und Kulturgeschichte nicht zu gefährden.
