Wahlkampf-Eklat in Augsburg: WSA mahnt Martina Wild wegen „AfD-Aussagen“ ab
Kurz vor der entscheidenden Stichwahl zwischen Eva Weber (CSU) und Florian Freund (SPD) erreicht der politische Streit in Augsburg eine neue Stufe. Die Gruppierung „Wir sind Augsburg“ (WSA) geht nun juristisch gegen Martina Wild (Grüne) vor. Der Vorwurf: Die Bürgermeisterin soll Äußerungen des WSA als antisemitisch eingestuft haben – ein Vorwurf, den die Gruppierung nicht auf sich sitzen lassen will.

Der politische Konflikt zwischen der Gruppierung „Wir sind Augsburg“ (WSA) und der Augsburger Stadtregierung steuert unmittelbar vor der Stichwahl auf einen juristischen Höhepunkt zu. Das WSA hat nach eigenen Angaben eine offizielle anwaltliche Abmahnung an die Zweite Bürgermeisterin Martina Wild von den Grünen verschickt. Hintergrund sind Äußerungen der Politikerin, die Teile der Kommunikation des WSA als antisemitisch bezeichnet haben soll. Die Gruppierung, die sich im Wahlkampf offen für den SPD-Herausforderer Florian Freund ausspricht, weist diese Vorwürfe entschieden zurück.
Dieser Rechtsstreit verschärft die ohnehin schon angespannte Stimmung zwischen dem bürgerlichen Lager und der Opposition wenige Tage vor dem finalen Urnengang. Während Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) und Florian Freund (SPD) um jede Stimme kämpfen, sorgt die Debatte um den politischen Stil für zusätzliche Unruhe. Beobachter werten den Schritt des WSA als deutliches Signal gegen die Diskreditierung ihrer Wahlempfehlung im Endspurt. Am kommenden Sonntag entscheiden die Augsburger nun nicht nur über die künftige Stadtspitze, sondern auch über das politische Klima der kommenden Jahre.
