Verfahren in Augsburg: Vorwürfe wegen Zeugenbeeinflussung im sogenannten Döner-Prozess
Im Augsburger Drogen- und Finanzprozess stehen neue Anschuldigungen im Raum. Der Hauptangeklagte soll versucht haben, aus der Haft heraus Einfluss auf Zeugenaussagen zu nehmen.

Im sogenannten Döner-Prozess vor dem Landgericht Augsburg gibt es neue Erkenntnisse zu den Begleitumständen des Verfahrens. Wie regionale Medien berichten, stehen gegen den Hauptangeklagten Vorwürfe der versuchten Zeugenbeeinflussung aus der laufenden Untersuchungshaft heraus im Raum.
Dem Mann wird zur Last gelegt, Mitgefangene innerhalb der Justizvollzugsanstalt beauftragt zu haben, einen ebenfalls inhaftierten Drogenkäufer gezielt einzuschüchtern. Der Betroffene hatte zuvor gegenüber den Ermittlungsbehörden eingeräumt, Betäubungsmittel von dem Hauptangeklagten erworben zu haben. Durch den ausgeübten Druck sollte die Rücknahme dieser belastenden Aussage erreicht werden.
Gegenstand des Hauptverfahrens bleibt neben dem umfangreichen Handel mit Betäubungsmitteln auch der Verdacht, dass die daraus erzielten Einnahmen systematisch zur Errichtung und Finanzierung eines Netzes von Döner-Gastronomiebetrieben im Raum Augsburg eingesetzt wurden. Die juristische Aufarbeitung des Komplexes wird fortgesetzt.
