Steigende Ticketpreise ab 2027: AVV erhöht Tarife im Schnitt um 3,4 Prozent
Anpassung der Fahrpreise im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund: Ab dem kommenden Jahr müssen Fahrgäste beim AVV tiefer in die Tasche greifen. Grund für die Preiserhöhung sind gestiegene Aufwendungen für Personal und Fuhrpark.

Fahrgäste im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Fahrpreise einstellen. Der Verkehrsverbund begründet den Schritt mit deutlich gestiegenen Personalkosten sowie höheren Aufwendungen für Anschaffung und Unterhalt von Fahrzeugen.
Im Augsburger Stadtgebiet kostet eine Kurzstrecke für Erwachsene künftig 2,20 Euro, während längere Einzelfahrten in der Stadt mit dem doppelten Preis zu Buche schlagen. Der Preis für die beliebte Streifenkarte erhöht sich von derzeit 16,20 Euro auf 16,90 Euro. Auch Wochentickets und weitere Zeitkarten werden teurer. Eine Ausnahme gibt es beim Nachwuchs: Die Tarife für Kindertickets bleiben unverändert.
Obwohl die Tarifanpassung für das Jahr 2027 moderater ausfällt als in den Vorjahren, verweist der AVV auf die weiterhin angespannte finanzielle Gesamtlage im ÖPNV. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf decken nach Angaben des Verbundes derzeit lediglich rund die Hälfte der tatsächlich anfallenden Betriebskosten ab; der verbleibende Teil muss durch öffentliche Zuschüsse der Kommunen und des Freistaates ausgeglichen werden.
