Übernahme nach Insolvenz: Hessischer Investor kauft Teile von Eberle
Teilweise Fortführung für das Pferseer Traditionsunternehmen: Die hessische Wikus Sägenfabrik übernimmt die Bimetallsparte des insolventen Augsburger Stahlspezialisten Eberle. Während 74 Arbeitsplätze erhalten bleiben, bedeutet die Einstellung anderer Sparten das Aus für rund 160 Beschäftigte.

Das Augsburger Traditionsunternehmen Eberle hat einen neuen Besitzer. Die Wikus Sägenfabrik Wilhelm Kullmann aus Nordhessen hat große Teile des Unternehmens gekauft, am Freitag wurden die Verträge unterzeichnet. Von den ehemals rund 250 Arbeitsplätzen in Augsburg will Wikus die Bimetallsparte mit 74 Arbeitsplätzen weiterführen. Die Eberle-Produktionssparten Sägen und C-Stahl werden hingegen eingestellt. Den rund 160 Mitarbeitern dort wird gekündigt. Der Pferseer Stahlprodukte-Hersteller Eberle hat eine fast 200-jährige Geschichte in Augsburg. Das Unternehmen wurde 1836 gegründet. Im Frühjahr 2026 musste Eberle wegen hoher Energiepreise und schwieriger Marktbedingungen Insolvenz anmelden.
