Kirchturmuhren werden auf die Winterzeit gestellt
Jedes Jahr wieder stellen wir uns zweimal im Jahr die gleiche Frage: Werden die Uhren jetzt bei der Zeitumstellung vor oder zurückdreht? Da gibt es eine praktische Eselsbrücke: Im Frühling stellen wir die Gartenmöbel vor die Terrassentür, also wird die Uhr vorgestellt. Im Herbst holen wir die Gartenmöbel wieder rein, also drehen wir die Uhr um eine Stunde zurück. Und während das bei unseren Handyuhren ganz automatisch geht, muss in vielen Kirchen da noch Hand angelegt werden.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es wieder soweit. Um Punkt drei Uhr nachts werden sämtliche Uhren wieder auf die Winterzeit umgestellt. Die meisten Uhren in unseren Häusern sind mittlerweile digital und machen das von selbst. Aber viele Kirchtürme haben hoch ein altes mechanisches Uhrwerk, sagt Julian Ramerstorfer Glockenfachmann und Mesner an der Moritzkirche in Augsburg.
So ein mechanisches Uhrwerk haben beispielsweise noch die Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg oder die Herz-Jesu-Kirche in Pfersee, erzählt Pater Stefan Kling, der Glocken- und Turmuhrenbeauftragte im Bistum Augsburg.
Manche Mesner steigen sogar nachts pünktlich um 3 Uhr auf den Kirchturm, um die Uhr eine Stunde zurück zu stellen. Doch in den meisten Pfarreien wird das eher am späten Samstagabend oder am frühen Sonntagmorgen erledigt.
Die meisten der 2500 Kirchturmuhren im Bistum Augsburg sind aber mittlerweile digitalisiert worden.
