Konjunkturknick im schwäbischen Handwerk: Erstes Quartal 2026 bleibt hinter Erwartungen
Die Stimmung im Handwerk der Region trübt sich spürbar ein. Laut der jüngsten Erhebung der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) machen vor allem die globalen Krisen und explodierende Kosten den Betrieben zu schaffen.

Das schwäbische Handwerk blickt auf einen verhaltenen Start in das Jahr 2026 zurück. Wie die aktuelle Handwerkskammer Schwaben Umfrage zeigt, hat sich das Geschäftsklima im Vergleich zum Jahresende deutlich verschlechtert. Aktuell geben noch 77 % der befragten Betriebe an, dass ihre wirtschaftliche Situation gut oder zumindest befriedigend sei – dies entspricht einem Minus von sechs Prozentpunkten gegenüber dem letzten Quartal. Besonders besorgniserregend: Fast ein Viertel der Unternehmen bezeichnet die eigene Lage mittlerweile als schlichtweg schlecht.
Hintergrund dieser Entwicklung im Konjunkturbericht Handwerk 2026 sind vor allem externe Faktoren. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen durch den Irankonflikt haben eine neue Welle von Preissteigerungen ausgelöst. Die massiv gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise im Handwerk führen zu einer massiven Belastung der Kalkulationen und bremsen die Investitionsbereitschaft. Die Wirtschaft in Schwaben spürt diese Zurückhaltung quer durch alle Gewerke, vom Bauwesen bis hin zu den zuliefernden Betrieben.
Die HWK Schwaben Geschäftslage-Analyse verdeutlicht, dass die Betriebe dringend auf stabilere Rahmenbedingungen angewiesen sind, um den Negativtrend des ersten Quartals im weiteren Jahresverlauf stoppen zu können.
