Bistum Augsburg: "einen KI-Priester wird es mit uns nicht geben"
Verbindliche Leitlinien für den Einsatz neuer Technologien: Das Bistum Augsburg hat eine verpflichtende KI-Ordnung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erlassen. Die Diözese geht damit bewusst über die rechtlichen Vorgaben des europäischen AI-Acts hinaus.

Als eines der ersten in ganz Deutschland hat das Bistum Augsburg eine eigene KI-Ordnung erlassen, die für alle Mitarbeiter und Ehrenamtlichen verpflichtend ist. Künstliche Intelligenz kann auch in kirchlichen Berufen Arbeitsabläufe vereinfachen, aber viele Mitarbeiter wünschen sich ein Regelwerk, das ihnen Sicherheit und Klarheit im Umgang gibt, sagt der KI-Beauftragte des Bistums, Michael Billhardt.
Mitarbeitende dürfen z.B. frei zugängliche KI-Systeme wie ChatGPT, Claude oder Gemini nutzen, wenn es um die Erstellung oder Zusammenfassung von Texten, die Erstellung von Illustrationen oder „assistierende Hilfe“ bei social-media-Kampagnen geht. Sie darf aber niemals menschlichen Interaktionen oder gar Seelsorge ersetzen, so Billhardt.
Da sich die Technik bei Künstlicher Intelligenz rasant entwickelt, wird die KI-Ordnung des Bistums jährlich überarbeitet und angepasst. Für Mitarbeiter soll es regelmäßig, zum Teil verpflichtende, Schulungen geben.
Hier geht es zu unserem Podcast über Künstliche Intelligenz in der Kirche.
